Wir standen schon auf dem Rückweg, als die Sonne unverhofft durch ein schmales Tor brach. Innerhalb einer Minute flutete goldenes Licht die Hänge, und ein Reh blieb reglos stehen. Keine große Ausrüstung, nur Atem, Staunen und ein stilles Danke.
Es knarrte im Wind, erinnerte an Hände, die vor uns hier verweilten. Jemand hatte ein kleines Herz eingeritzt, kaum sichtbar zwischen Moos und Sonne. Wir legten die Finger daneben, atmeten ruhig, und der Horizont schien sich für einen stillen Takt zu weiten.
Ein älteres Paar schenkte uns heißen Kaffee aus einer Thermosflasche und nannte drei kleine Parkbuchten, die kaum jemand kennt. Monate später schickten wir ihnen ein Bild vom gleichen Grat im Abendrot zurück. Manchmal beginnen Freundschaften mit einer Tasse Dampf.